Kontakt  |  Suche

Statuten des Bremgarten-Kartells

Zusammensetzung und Zweck des Kartells

Art. 1
Das Bremgartenkartell ist ein Verein im Sinne der Art. 60 - 79 des ZGB. Mitglieder müssen farbentragende Verbindungen an schweizerischen Lehranstalten und evtl. schweizerische Verbindungen im Ausland sein.
"Befreundete Verbindungen" sind Verbindungen, insbesondere Burschenschaften, von Verbindungen, die nicht Mitglied des Bremgarten-Kartells sind, jedoch regelmässig am Kartell teilnehmen (erstmaliges Erscheinen erfolgt nach Einladung durch ein Vollmitglied, welches den Vorort über Erscheinen einer neuen Verbindung informiert).

Art. 2
Das Kartell ist politisch und religiös neutral. Als Organisation bejaht es aber die in der schweizerischen Bundesverfassung umschriebene, freiheitliche und demokratische Staatsidee.

Art. 3
Neue Verbindungen werden nach vorhergehendem, schriftlichem Antrag an den Vorort und gegenseitigem Kontakt an einer Kartelltagung aufgenommen.

Art. 4
Das Kartell bezweckt:
  1. den Ausbau und die Festigung des Ansehens der Kartellverbindung;
  2. die tatkräftige Unterstützung bei der Gründung neuer, Gleichgesinnter Verbindungen;
  3. die Förderung der Freundschaft unter den einzelnen Verbindungen;
  4. die Pflege und Erhaltung gesunden, studentischen Brauchtums der Schweiz;

Art. 5
Die Farben des Kartells sind weiss-rot.

Verwaltung

Art. 6
Zur Verwaltung des Kartells wird am Bundestag ein Vorort gewählt. Die gleiche Verbindung kann mehrmals mit dieser Aufgabe betraut werden, doch ist nach spätestens 4 Jahren Amtsdauer ein Wechsel vorzunehmen.
Der Kartell-Vorort kann nur aus einer Verbindung bestellt werden, die Mitglied des Bremgarten-Kartells im Sinne von Art. 1 ist.

Art. 7
Aus der Mitte der sich für den Kartellvorort zur Verfügung stellenden Verbindung wird das Kartell-Präsidium nominiert. Die Wahl findet am Kartelltag statt.

Art. 8
Der Vorort hat die Pflicht, aus seinen Reihen einen Aktuar (XX) und einen Quästor (XXX) zu ernennen. Alle Chargen sind aus dem Altherrenverband oder der Burschencorona zu rekrutieren.. Präsidium, Aktuar und Quästor, sowie die von der Vorortsverbindung nach Gutdünken ernannten 1 - 2 Beisitzer bilden die Kartell- bzw, Vororts-Kommission.

Art. 9
Das Kartell-Präsidium (BK-X) hat folgende Rechte und Pflichten:
  1. Es vertritt das Kartell nach innen und aussen.
  2. Es hat den Vorsitz an allen Kartellveranstaltungen.
  3. Es wacht über die Innehaltung der Statuten, den Vollzug der Vereinsbeschlüsse und hat das Recht, Verstösse gegen dieselben zu ahnen.
  4. Es hat jedes Jahr schriftliche Bericht über seine Tätigkeit und das Geschehene im Kartell abzulegen.

Art. 10
Der Kartell-Aktuar (BK-XX) hat folgende Rechte und Pflichten:
  1. Er hat alle schriftlichen Arbeiten zu erledigen.
  2. Er hat Protokolle über die Veranstaltungen am Kartelltag, sowie über die Geschäfte der Chargierten-Convente aufzunehmen.
  3. Er ist für das Kartell-Archiv verantwortlich.

Art. 11
Der Kartell-Quästor (XXX) hat folgende Rechte und Pflichten:
  1. Er verwaltet die Kartellkasse, über welche jedes Jahr ein schriftlicher Bericht vorzulegen ist.
  2. Er organisiert und überwacht die finanzielle Seite der Kartelltage.
  3. Er hat die Gesamtrechnung durch eine am Kartelltag gewählte Verbindung prüfen zu lassen. Diese Korporation hat über das Ergebnis einen Revisionsbericht abzufassen.
  4. Er ist verantwortlich für die Pflege und geordnete Aufbewahrung des Inventars.

Art. 12
Für die richtige Führung dieser Chargen ist der Vorort verantwortlich. Er haftet für evtl. Schäden, die durch Verschulden der Chargierten entstehen.
Bei Nachlässigkeit der Vorortes können 1/5 (gemäss ZGB) der Kartellverbindungen einen ausserordentlichen Kartell-Convent verlangen, welcher eine Neuwahl des Vorortes vornehmen kann.

Art. 13
Zur Erledigung weittragender, administrativer Kartellgeschäfte (Organisation der Kartelltage usw.) ist der Vorort berechtigt, auf einem zentralen Platz einen Chargierten-Convent einzuberufen. Jede Mitgliederverbindung des Kartells ist verpflichtet, hierzu mindestens einen Delegierten (Chargierte) zu entsenden.

Art. 14
Oberstes Organ der Verbandes ist der Kartell-Convent, der jeweils am Bundestag zusammentritt.
Die Traktandenliste am Kartellkonvent umfasst mindestens:
  • Protokoll des letzten Conventes
  • Jahresbericht des Kartellpräsidiums
  • Kassa- und Revisorenbericht
  • Entlastung des Kassiers und des Vorortes
    • Wahlen des Vorortes
    • des Kartellpräsidiums
    • der Revisionsstelle
  • Aufnahmen und Ausschlüsse
  • Anträge
  • Varia

Art. 15
Anträge zur Behandlung am Kartelltag müssen am CC vorgebracht oder spätestens 4 Wochen vorher schriftlich zugestellt werden.

Art. 16
Bei Beschlussfassungen an Conventen hat jede Verbindung nur eine Stimme. Bei Stimmgleichheit entscheidet das Kartellpräsidium.
Die "Befreundeten Verbindungen" und Gäste können am Kartell-Convent teilnehmen, haben jedoch kein Stimmrecht.

Art. 17
Das Geschäftsjahr dauert vom 1. Januar bis zum 31 Dezember.
Finanzielle Organisation

Art. 18
Der Jahresbeitrag pro Verbindung wird durch den Kartell-Convent festgesetzt.

Art. 19
Das Kartellvermögen ist auf einem Bank- oder Postcheck-Konto anzulegen.

Art. 20
Jahresrechnung:
  • Die Jahresrechnung besteht aus einer ordentlichen Verwaltungsrechnung und einer separaten Abrechnung über den Kartelltag.
  • Das Ergebnis der Abrechnung über den Kartelltag wird in die Jahresrechnung übernommen.
  • Der Vorort ist dafür besorgt, eine möglichst ausgeglichene Jahresrechnung zu präsentieren.
  • Die Mitgliederverbindungen haften solidarisch für allfällige Kartellverluste.
  • Sofern Verluste des Kartelltages nicht mehr aus dem Kartellvermögen gedeckt werden können, sind diese durch die Teilnehmerzahl zu übernehmen.

Kartelltag

Art. 21
Jedes Jahr, Ende Juni / anfangs Juli findet der Kartelltag statt, wobei Bremgarten (Aargau) als Bundesstadt und Treffpunkt gilt.

Art. 22
Der Zweck des Kartelltages soll in erster Linie darin bestehen, die gegenseitigen Freundschaften zu stärken und sich anzuspornen, für unsere Sache Einzustehen.

Art. 23
Das Erscheinen am Kartelltag ist für Mitgliederverbindungen und die "Befreundeten Verbindungen" Ehrensache. Die Entschuldigung einzelner Aktiver ist Sache der betreffenden Verbindungen.
Aufnahme / Ausschluss

Art. 24
Für die Aufnahme wie für den Ausschluss von Kartellverbindungen ist eine 2/3-Mehrheit der am Kartell. Convent anwesenden Mitgliederverbindungen erforderlich. Auf Verlangen einer Mitgliedverbindung ist eine geheime Abstimmung durchzuführen.

Art. 25
Wenn sich eine Kartellverbindung den Statuten oder den Kartellbeschlüssen widersetzt, so kann sie ausgeschlossen werden.
Schlussbestimmungen

Art. 26
Zur Sicherstellung des Informationsflusses verfasst der Kartell-Vorort ein Info-Organ, welches mindestens zweimal jährlich an die Mitglied- und Befreundetenverbindungen zugestellt wird. Die Verbindungen sind verpflichtet, mindestens die Adressen der Chargierten und die Programme rechtzeitig dem Vorort zukommen zu lassen.
Der Info-Verantwortliche jeder Verbindung hat die Pflicht, Mitteilungen des Vororts sofort an die Mitglieder weiterzuleiten.

Art. 27
An den Kartellveranstaltungen gilt der allgemein übliche Comment. Bei Unklarheiten wird auf die Comment-Interpretation abgestellt, die bei der Vorortsverbindung angewendet wird.

Art. 28
Das Kartell kann nicht aufgelöst werden, solange ihm noch zwei Verbindungen angehören.
Bei einer Auflösung des Kartells fällt ein eventuell vorhandenes Vermögen der Stadt Bremgarten zu, unter Vorbehalt der Zweckbestimmung durch das Kartell.
Alle Akten werden dem Stadtarchiv Bremgarten zur Verwahrung übergeben.

Art. 29
Änderungen dieser Statuten können nur an einem Kartelltag vorgenommen werden.
Revisionsanträge sind aber dem vorangehenden Chargierten-Convent zur Behandlung und Antragstellung zu unterbreiten.

Art. 30
Die Annahme dieser Statuten erfolgte durch den Kartell-Convent vom 4. Juli 1992. Sie treten per 1. Januar 1993 in Kraft.
Diese Statuten ersetzen diejenigen vom 3. Juli 1921, 1. Juli 1933, 23. Juni 1956 mit Änderung vom 25. Juni 1983.
Bremgarten, 4. Juli 1992